RWI-Studie empfiehlt neue Strategie für das Ruhrgebiet: Mehr Kooperationen, weniger Zentralismus, weniger Bürokratie

Bodo Hombach: „Wir müssen alte Grenzen ignorieren und enger kooperieren.“
Wilhelm Bonse-Geuking: „Studie ist gute Basis für neue Zukunftsstrategie.“

Neue Kooperations-Strategien sollen das Ruhrgebiet attraktiver machen: Initiativkreis Ruhr (IR) und RAG-Stiftung haben heute die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie „Den Wandel gestalten – Anreize für mehr Kooperationen im Ruhrgebiet“ des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung vorgestellt. Die wirtschaftlich so unterschiedlich leistungsfähigen Kommunen der Region müssen sich neu vernetzen, um ihre Potenziale besser auszuschöpfen. Der Vorsitzende des Vorstands der RAG-Stiftung, Wilhelm Bonse-Geuking, versteht die Studie und ihre Ergebnisse „als gute Basis für neue Zukunftsstrategien des Ruhrgebiets.“ Bodo Hombach, Moderator des Initiativkreises Ruhr (IR): „Kleine und Große müssen übergreifende Netzwerke entwickeln und die alten Grenzen bewusst ignorieren.“ „Statt noch viele Jahre zu warten, bis ein „einheitliches“ Ruhrgebiet als Voraussetzung für eine gemeinsame Interessensvertretung aller Bürger im Ruhrgebiet entsteht, sollten die Möglichkeiten, die das Ruhrgebiet im bestehenden administrativen Rahmen durch Kooperationen voranbringen, intensiv genutzt werden“, ergänzt Dr. Rainer Kambeck, Leiter „Öffentliche Finanzen” beim Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Weiter lesen



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Vollversammlung in Dortmund: Initiativkreis Ruhr beruft Zukunftskommission. Fortsetzung des Engagements bis 2015 beschlossen. Mitgliederzuwachs hält an.

Bodo Hombach: „Aufgaben und Ziele sollen konkreter definiert werden, um den Kreis noch schlagkräftiger werden zu lassen. Dazu werden wir auch externen Rat einholen. Im Frühjahr 2012 soll dieser Prozess abgeschlossen sein.“ Weiter lesen



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Neu auf der Landkarte der Logistik: „log4green“ – Europa teilt Wissen

•    EffizienzCluster LogistikRuhr nimmt Arbeit mit Partnern aus fünf weiteren europäischen Ländern auf

•    EU-Projekt soll das Forschungspotenzial für die Logistik von morgen über die Grenzen hinweg verstärken

Ressourcenschonung, urbane Versorgung und die Individualisierung der Gesellschaft sind Herausforderungen für die Logistik in Deutschland – aber nicht nur hier: In ganz Europa entwickeln Länder und Regionen innovative Strategien, Lösungen und Produkte, mit denen die Logistik ihre neue Rolle als Manager des Warenaustauschs von morgen weiter ausformt. Jetzt forschen alle gemeinsam: im EU-Projekt „log4green“. Der EffizienzCluster LogistikRuhr gehört zu den insgesamt 13 Partnern aus sechs europäischen Ländern. Sie haben den Anstoß für das Projekt gegeben und füllen es nun mit Leben.
Mit der Teilnahme an „log4green“ setzt der EffzienzCluster bereits im Vorfeld des Jahres 2012, das ganz im Zeichen der Internationalisierung stehen wird, ein starkes Signal: „Wir haben das EU-Projekt vorangetrieben, um das Zukunftsfeld Logistik nicht nur in Deutschland, sondern europaweit aktiv mitzugestalten“, erklärt Dr. Christian Jacobi, Vorsitzender der Geschäftsleitung der EffizienzCluster Management GmbH, der Koordinierungsstelle des EffizienzClusters. „Damit wollen wir dazu beitragen, Logistikwissen zu internationalisieren und technologische Entwicklungen wechselseitig in Gang zu setzen. Auch und gerade die Wirtschaft hier zu Lande wird davon im Ergebnis stark profitieren.“

Das Projekt „log4green“ wird im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms realisiert und ist Teil der „Regions of knowledge“ (Wissensregionen). Das Programm bündelt seit 1984 die Aktivitäten der Europäischen Union zur Förderung von Forschungs- und forschungsrelevanten Aktivitäten. Für „log4green“ haben sich sechs europäische Länder bzw. Regionen zusammengeschlossen: Neben Deutschland (Metropolregion Ruhr) sind dies Belgien (Walonien), Frankreich (Normandie), die Türkei (Instanbul), die Ukraine (Odessa) sowie Österreich (Kärnten). In Österreich werden die Aktivitäten federführend koordiniert. Zu den Partnern gehören Forschungs- und Entwicklungscluster wie der EffizienzCluster selbst oder der belgische Cluster „Logistics in Wallonia“, aber auch Universitäten wie die Universität Duisburg-Essen und die ukrainische Odessa National Maritime University sowie mit dem Verein Netzwerk Logistik, Region Süd, und der „International Transporters´ Association of Turkey“ auch Vertreter von Industrie und Unternehmen.
Ziel ist es, die Strategien der europäischen Logistikregionen im Hinblick auf die Ressourcenschonung ihrer Entwicklungskonzepte zu vergleichen. Außerdem soll das Forschungspotenzial in den Bereichen Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, multimodaler Transport und urbane Versorgung ermittelt werden. Themen wie die Dynamik von Innovationen, die Ausbildung einer neuen Generation von Logistik-Experten und die Vernetzung der beteiligten Cluster spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Input durch Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Die Kernkompetenzen in den beteiligten Regionen bilden dabei eine exzellente Basis für den zukunftsorientierten Austausch – hier Europas größter Binnenhafen Duisport, dort der Hafen von Odessa, der verkehrsreichste Hafen der Ukraine; hier Deutschland mit eher universitär ausgerichteten Bildungsstrukturen in der Nachwuchsförderung, dort Österreich mit seiner einzigartigen Dichte an Berufsschulen mit Logistikschwerpunkt. „Sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede werden die konkrete wissenschaftliche Arbeit inspirieren und aktivieren“, sagt Thorsten Hülsmann, Geschäftsführer der EffizienzCluster Management GmbH. Die Regionen verbindet im Übrigen nicht nur das starke Interesse an der Logistikforschung: Anknüpfungspunkte für logistische Themen und Fragestellungen ergeben sich beispielsweise auch aus den kulturellen Beziehungen zwischen Ruhrgebiet und Istanbul: Beide Regionen waren 2010 Europäische Kulturhauptstadt. Die Metropolregion Ruhr und Wallonien wiederum haben in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden Strukturwandel bewältigt: Die einstigen Industrieregionen haben nun Schwerpunkte im Bereich Dienstleistung und Freizeit gesetzt und stellen damit neue Anforderungen an Warentransport und Mobilität insgesamt.
Das EU-Projekt „log4green“ ist zunächst auf drei Jahre angelegt. In mehreren Arbeitspaketen, unter anderem unterstützt durch Benchmarkanalysen im Bereich von Logistiknetzwerken, soll eine internationale strategische Forschungs- und Handlungsagenda entstehen.



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Initiativkreis-Moderator gedenkt Kardinal Hengsbach

Bei der heutigen Enthüllung der Skulptur von Franz Kardinal Hengsbach durch den Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck, den Vorstandsvorsitzenden der Evonik Industries AG, Dr. Klaus Engel, und Berthold Beitz gedachte Bodo Hombach dem Kardinal und Gründungsmitglied des Initiativkreises Ruhr. Weiter lesen



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