Fast 5.000 Menschen besuchen das Symposium „Der Phönix fliegt!“ des Initiativkreises Ruhr.
Kanzleramtschef Ronald Pofalla: „Deutschland muss Industriegesellschaft bleiben!“
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft: „Ruhrwirtschaft geht mit gutem Beispiel voran.“
Deutsche Bank-Chef Dr. Josef Ackermann: „Wichtiger Beitrag zu notwendiger breiter Europa-Debatte.“
Initiativkreis Moderator Bodo Hombach: „,Phönix fliegt‘ macht klar: Das Ruhrgebiet braucht Europa!“
Mit insgesamt fünf Foren und 5.000 Besuchern zeigt der Initiativkreis Ruhr, dass er mit dem Thema „Ruhrgebiet und Europa“ die Menschen in Bewegung setzen kann. Schüler, Studierende, Arbeitnehmer, Unternehmer, Politiker und Wissenschaftler diskutieren in hochkarätig besetzten Foren über die Zukunft der Region in Europa. Allein zur Abendveranstaltung mit Luxemburgs Premierminister und Chef der Eurogruppe Jean-Claude Juncker sowie Deutsche Bank-Vorstandschef Josef Ackermann finden sich 2.900 Besucher in der Essener Philharmonie ein.
„Gemeinsam mit den Menschen und nicht über ihre Köpfe hinweg diskutieren, das ist das Erfolgsgeheimnis von ,Phönix fliegt‘. Die Ruhrwirtschaft hat verstanden, dass der gute Dialog mit den Bürgern ein Wettbewerbsvorteil ist“, sagte NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zum Auftakt von „Phönix fliegt!“. Diese Idee von Initiativkreis-Moderator Bodo Hombach entspreche der Leitlinie der NRW-Regierung, aus Betroffenen Beteiligte zu machen. Kanzleramtschef Ronald Pofalla betonte: „Die Ruhrindustrie ist stark und muss es bleiben. Bildung und Forschung sind dafür unsere Zukunftsversicherung. Der partnerschaftlichen Dialog über die Gestaltung einer modernen Industriegesellschaft im Ruhrgebiet ist beispielgebend für unser Land.“
Begeisterung bei Jugendlichen: Ausbau des Konzepts für 2012 geplant
Mitten in der Euro-Krise für Europa zu werben, hat bei manchem Kopfschütteln ausgelöst. Die hohen Anmeldezahlen zeigen hingegen: Das Initiativkreis-Plädoyer für Europa stößt an der Ruhr auf fruchtbaren Boden. Über 600 Schüler nahmen an den Veranstaltungen teil. Hinzu kommen fast 1.000 Studierende, dazu rund 200 Azubis und Berufsanfänger. „Wir haben junge Menschen bei den Themen Wirtschaft und Europa zum Mitmachen bewegt, das ist ein großer Erfolg, den wir in 2012 fortsetzen möchten, dann aber über mindestens zwei Tage“, resümiert Bodo Hombach. Dr. Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank AG, freut sich auf seinen Auftritt in Essen: „Es ist zu spüren, das Erbe Alfred Herrhausens im Initiativkreis Ruhr ist lebendig. Ich freue mich sehr, dass ich dabei sein kann.“
Dr. Klaus Engel, Persönliches Mitglied des Initiativkreises Ruhr, zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Bürger im Ruhrgebiet: „Es gelingt mit ,Phönix fliegt‘, der großartigen Idee Europa einen neuen Schub zu geben. Das große Interesse an unserer gemeinsamen Veranstaltung zeigt, dass die gegenwärtige Krise die Menschen nicht davon abhält, sich Gedanken über die Zukunft unseres Kontinents zu machen.“
Mit dem Symposium „Der Phönix fliegt!“ dokumentiert der Initiativkreis Ruhr seinen Anspruch, der maßgebliche Impulsgeber für die industrielle Neuaufstellung von Deutschlands Wirtschaftsraum Nr. 1 zu sein. Aus Deutschlands innovativer Kernregion sollen neue wie nachhaltige Impulse zur Weiterentwicklung Europas kommen. Als Wiege der Montanindustrie ist das Revier seit einem halben Jahrhundert der Motor für Europas Fortschritt. Die Montanunion als Keimzelle Europas ist noch heute ein zukunftsweisendes Modell für wirtschaftliche Kooperationen mit dynamischer Wirkung für Kultur und Gesellschaft. Die Ökonomien in Europa sind untrennbar miteinander verbunden und seit jeher eine Erfolgsgemeinschaft.
Foren in Duisburg und Essen – Exkursion zu InnovationCity Ruhr
Die Unternehmen des Initiativkreises veranstalten ihre Foren in Universitäten und Institutionen, die für den Dialog stehen. Sie reden mit Schülern und Studenten, Unternehmern und Arbeitnehmern, Wissenschaftlern und Politikern über die Herausforderungen unserer Zeit. Gemeinsam spüren sie Lösungen auf. Kooperativ auf der Suche nach Konsens und im Wettbewerb um die besten Ideen.
Zitate aus den Foren
Energiepolitisches Forum
Robert-Schmidt-Saal, Regionalverband Ruhr, Essen
Foren-Pate Dr. Johannes Teyssen:
„Ohne Energie gäbe es das Ruhrgebiet, so wie wir es heute kennen, nicht. Kohle und Stahl gehören zusammen, Energie ist der Motor an der Ruhr und noch heute Kern der Identität der Region und ihrer Menschen. Wo sollte man besser und kompetenter über Energie sprechen können als in Deutschlands Energiehauptstadt Essen.“
Forum Finanzwirtschaft – „Zukunft der Unternehmensfinanzierung“
Gerhard-Mercator-Haus, Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg
Foren-Pate Dr. Thomas A. Lange:
„Die Schwierigkeiten der öffentlichen Haushalte, seien es nationale oder regionale, sich zu refinanzieren, unterstreichen die Einstellung der Kapitalmärkte und ihrer Teilnehmer. Mangelnde Solidität wird bestraft – mehr denn je. Zu lange wurde geredet und zu wenig wurde gehandelt. Das Erkenntnisproblem wurde über Jahre durch das Umsetzungsproblem substituiert. Auch bei uns. Das gilt nicht für die Unternehmen. Im Gegenteil. Durch einen hohen Innovations- und Veränderungswillen haben sie sich konsequent auf veränderte Rahmenbedingungen eingestellt und frühzeitig gehandelt.“
Forum Industrie – „Ruhrindustrie reloaded – iPott, Stahl und junge Könner“
Audimax, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen
Foren-Pate Dr. Heinrich Hiesinger:
Industrie ist nicht alles – aber die industrielle Wertschöpfung ist die Basis für Beschäftigung und Wohlstand. Die Vermarktung technischer Ideen hat die Industrie im Ruhrgebiet international vorangebracht. Antreiber waren Technikbegeisterung und der Wille, den technologischen Fortschritt zu gestalten. Das Ruhrgebiet darf nicht ausschließlich Weltmeister in Logistik und Distribution sein. Die Region muss auch als Produktionsstandort wettbewerbsfähig bleiben.
Forum Wissenschaft und Gesellschaft – „Zukunft der Industriegesellschaft“
RWE-Pavillon, Philharmonie Essen
Foren-Pate Dr. Jürgen Großmann:
„Um gesellschaftliche Akzeptanz für neue Industrieprojekte zu schaffen, müssen Bürgerinnen und Bürger verstehen, worum es geht. Wissenschaft, Politik und Unternehmen sind daher immer stärker auf eine frühzeitige, klare und ehrliche Kommunikation angewiesen, um erfolgreich agieren zu können. Nur so lässt sich der nötige Konsens erzielen, um gemeinsam den Fortschritt zu gestalten und den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.“
Exkursion Bottrop
Zentrum für Information und Beratung, InnovationCity Ruhr, Bottrop
Foren-Pate Burkhard Drescher:
„InnovationCity Ruhr ist seit 2009 das Leitprojekt des Initiativkreises Ruhr. Es ist europaweit beispielgebend für die energetische Sanierung im Bestand und eines der wichtigsten Industrie- und ökologisch motivierten Projekte an Rhein und Ruhr.“

