Aktion 1.000 Leben retten Ruhr
„Aktion 1.000 Leben retten Ruhr“ – Gemeinschaftsaktion gegen Darmkrebs in der Metropolregion Ruhr
1.000 Leben retten Ruhr − und das bis 2012: Mit diesem Vorhaben ist die gleichnamige Aktion zur Darmkrebsprävention der Arbeitsgemeinschaft „Essen forscht und heilt“ gestartet, ein Zusammenschluss institutioneller Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen und Gesundheitswirtschaft. Mit der Unterstützung des Initiativkreises Ruhr richtet sich das Projekt an die im Ruhrgebiet ansässigen Unternehmen und versucht, diese für eine gezielte und effektive Darmkrebsprävention ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu gewinnen. Der Startschuss für diese Aktion fiel am 10. Februar 2011.
Pro Jahr erkranken in Deutschland über 70.000 Menschen an Darmkrebs. Für fast 40 Prozent von ihnen verläuft die Krankheit tödlich. Somit ist Darmkrebs die Krebsart mit den meisten Neuerkrankungen und abgesehen von Lungenkrebs die häufigste Krebstodesursache im Bundesgebiet. Tückisch ist die Krankheit, weil ihre Symptome erst in einem späten Stadium auftreten. Dabei trifft die Faustformel, dass die Heilungschancen bei frühzeitiger Erkennung des Krebes umso besser sind, auf den Darmkrebs in besonderer Weise zu: Denn er entsteht meist aus gutartigen Vorstufen, so dass durch eine gezielte Prävention in den meisten Fällen einer Erkrankung vorgebeugt werden kann. Und genau hier setzt die „Aktion 1.000 Leben retten Ruhr“ den Hebel an.
Die Präventionsmaßnahmen der Gemeinschaftsaktion gegen Darmkrebs
In einem dreistufigen Verfahren wird zunächst anhand eines Fragebogens festgestellt, ob bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ein erhöhtes Darmkrebsrisiko besteht. Dafür genügen bereits fünf Fragen. Sollten sich Auffälligkeiten ergeben, wird im zweiten Schritt den betroffenen Personen die Möglichkeit eines Stuhlbluttests gegeben, wobei keinerlei Informationen an die Unternehmen oder sonstige Institutionen weitergegeben werden. Fällt das Ergebnis positiv aus, erhält die betroffene Person zusammen mit dem Befundbericht Hinweise zur Klärung der Ursache, wobei ein positives Testergebnis nicht automatisch eine Darmkrebserkrankung bedeutet. Dies sollte jedoch durch einen Facharzt, in der Regel mittels einer Darmspiegelung, genauer untersucht werden.
Mittlerweile sind es rund 100 Unternehmen, Organisationen und Institutionen, von denen zehn Unternehmen außerhalb des Ruhrgebietes liegen und sich der Aktion angeschlossen haben. Mit vielen anderen werden derzeit intensive Gespräche geführt. Aber es werden noch weitere Partner gesucht. Schließlich ist es das Ziel der Aktion, eines der regional größten Präventionsprojekte gegen Darmkrebs zu initiieren. Vielleicht gehören ja auch Sie bald mit ihrem Unternehmen dazu.

