Werkstoffe

Werkstoffkompetenz nutzen

Die Metropole Ruhr verfügt traditionell über eine große Werkstoffkompetenz. So ist es auch kein Zufall, dass das Thema „Werkstoffe“ einen hohen Stellenwert im Initiativkreis Ruhr hatte. Es war das erklärte Ziel des Initiativkreises Ruhr, dieses Potenzial durch gemeinsame Aktivitäten von Wirtschaft und Wissenschaft, insbesondere die Initiierung von Projekten der Spitzenforschung, verstärkt zu nutzen. Das geschah mit dem Ziel vor Augen, die Werkstoff-Kompetenz der Unternehmen und der wissenschaftlichen Einrichtungen zum Wohle der gesamten Region weiterzuentwickeln.

Starke Unterstützung für Excellenz-Cluster Materialwissenschaft an Ruhr-Universität hat sich für das Ruhrgebiet ausgezahlt
Leuchtturm des erfolgreich abgeschlossenen Leitprojektes für Werkstoff-Exzellenz ist das Materialforschungszentrum ICAMS (Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation) an der Ruhr-Universität in Bochum. Mit einer Anschubfinanzierung von rund 24 Millionen Euro förderten das Land NRW und ein Industriekonsortium unter Federführung der ThyssenKrupp AG seit 2006 das ICAMS in Form einer Public Private Partnership (PPP). Seit Ablauf der auf fünf Jahre angelegten Anschubfinanzierung wird ICAMS von der Ruhr-Universität Bochum eigenverantwortlich weitergeführt. „In der aktuellen Konstellation ist das ICAMS am Standort Ruhr Vorbild für Kooperationen zwischen Unternehmen und Universitäten. Das war gemeinsame Zielsetzung von ThyssenKrupp und dem Initiativkreis Ruhr. Wir haben unser Ziel erreicht“, betonte Dr. Heinrich Hiesinger, Persönliches Mitglied im Initiativkreis Ruhr und Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG, auf der Frühjahrs-Vollversammlung 2012 des Initiativkreises.

ICAMS als gutes Beispiel
Die erfolgreiche Einrichtung ist Schlüsselbaustein der Bewerbung der Ruhr-Universität um je einen Exzellenzcluster in Materialwissenschaft und Systemchemie in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Neben drei attraktiv ausgestatteten Stiftungsprofessuren verfügt ICAMS zusätzlich über drei sogenannte Advanced Study Groups in denen mit dem Max Planck Institut für Eisenforschung in Düsseldorf, mit der RWTH Aachen und mit anderen Instituten der RU Bochum gemeinsam geforscht und entwickelt wird. Zahlreiche Forschungsprojekte werden am ICAMS in Kooperation mit Universitäten und Unternehmen im In- und Ausland umgesetzt. Zusätzlich bietet das ICAMS seit 2010 einen Masterstudiengang im Bereich der Werkstoffsimulation an, um den akademischen Nachwuchs zu sichern.

 



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