Forum Finanzwirtschaft
Zukunft der Unternehmensfinanzierung
Die Gesamtleistung aller Exporte aus der Bundesrepublik Deutschland hat vor wenigen Tagen erstmals die magische Grenze von einer Billion Euro überschritten. Diese Performance unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Sie steht im krassen Gegensatz zu den Zuständen öffentlich-rechtlicher Haushalte.
Die Schwierigkeiten dieser Haushalte, sich zu refinanzieren, unterstreichen die Einstellung der Kapitalmärkte und ihrer Teilnehmer. Mangelnde Solidität wird bestraft – mehr denn je. Zu lange wurde geredet und zu wenig wurde gehandelt. Das Erkenntnisproblem wurde über Jahre durch das Umsetzungsproblem substituiert. Auch bei uns. Das gilt nicht für die Unternehmen. Im Gegenteil. Durch einen hohen Innovations- und Veränderungswillen haben sie sich konsequent auf veränderte Rahmenbedingungen eingestellt und frühzeitig gehandelt.
Bei aller Uneinigkeit der Politik – Einigkeit bestand seit Ausbruch der Finanzkrise stets darin, die Finanzwirtschaft stärker zu regulieren. Neben den direkten finanziellen Belastungen wie der Bankenabgabe sowie der sich nach wie vor in der Diskussion befindlichen Finanztransaktionssteuer traten, teilweise unkoordiniert, eine Vielzahl neuer Regelungen in Kraft. Basel III ist eine von ihnen. Sie wird nicht nur die Finanzwirtschaft, sondern auch die Unternehmen nachhaltig betreffen. Das bezieht sich sowohl auf die neuen Kapitalanforderungen als auch die Vorgaben zur Liquiditätssteuerung in Banken und Sparkassen.
Angesichts sich verschlechternder ökonomischer Rahmenbedingungen wird nun vielerorts zu Recht mit Sorge die Frage gestellt, wie es angesichts neuer aufsichtsrechtlicher Regelungen tatsächlich um die Fähigkeit der Finanzwirtschaft steht, die Unternehmensfinanzierung auch zukünftig sicherzustellen. Dies umso mehr, als gerade die nordrhein-westfälische Wirtschaft von der globalen Rezession der Jahre 2008 und 2009 stärker betroffen und die Teilhabe an der nachfolgenden Erholung unterproportional gewesen ist. Auf diese und damit verbundene Fragen haben die Teilnehmer des Forums Ziel-führende Antworten erarbeitet.
Diskussionsteilnehmer:
Dr. Thomas A. Lange, Vorsitzender des Vorstandes der NATIONAL-BANK AG und Persönliches Mitglied des Initiativkreises Ruhr
Dr. Ingrid Hengster, Country Executive The Royal Bank of Scotland Germany, Austria, Switzerland & Central Eastern Europe
Prof. Dr. Bernd Rolfes, Lehrstuhl für Banken und betriebliche Finanzwirtschaft an derUniversität Duisburg-Essen
Andreas Schmitz, Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken e.V., Sprecher des Vorstandes HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Moderation: Ellen Frauenknecht, Wirtschaftsjournalistin ARD
Informationen zur NATIONAL-BANK AG finden Sie hier.

