Forum Zukunft der Industriegesellschaft

Das Ruhrgebiet war und ist einer der wichtigsten Industriestandorte Deutschlands. Um aus der Region heraus auch künftig Impulse für Deutschland und Europa zu geben, bedarf es der ständigen Weiterentwicklung. Tragfähige Innovationen und eine zeitgemäße industrielle Basis entstehen aus dem erfolgreichen Zusammenspiel von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Notwendig hierfür sind der kontinuierliche Diskurs aller Beteiligten und die Akzeptanz für die erforderlichen Veränderungen für den Wohlstand von morgen.

Dass die Industriegesellschaft der Zukunft anders sein und funktionieren wird als heute, ist gewiss. Noch lässt sich jedoch nicht sagen, welche technischen Innovationen Bestand haben werden und welche weiteren wir benötigen, um erfolgreich zu sein. Allerdings ist es nicht die Technik allein, die unsere Gesellschaft zukunftsfähig machen wird.

Technische Neuerungen bringen Veränderungen mit sich, erfordern aber auch bereits vor ihrem Entstehen Offenheit im Denken. Nur wenn wir bereit sind, uns auf neue Ideen einzulassen und uns mit ihnen auseinanderzusetzen, kann Neues entstehen. Hierbei muss das eigene Verhalten und auch die bestehenden Wertvorstellungen ständig hinterfragt werden. Welche Werte braucht die künftige Industriegesellschaft? Welche Rolle spielen hierbei die großen Kirchen und andere Religionsgemeinschaften? Welchen Rahmen und welche Impulse kann und muss das politische System setzen? Und wie lässt sich der soziale Zusammenhalt unserer Gesellschaft sichern?

Um gesellschaftliche Akzeptanz für neue Industrieprojekte zu schaffen, müssen Bürgerinnen und Bürger verstehen, worum es geht. Wissenschaft, Politik und Unternehmen sind daher immer stärker auf eine frühzeitige, klare und ehrliche Kommunikation angewiesen, um erfolgreich agieren zu können. Nur so lässt sich der nötige Konsens erzielen, um gemeinsam den Fortschritt zu gestalten und den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Insbesondere den Medien fällt hierbei eine entscheidende Rolle zu.

Den Königsweg in eine sichere Zukunft gibt es nicht. Der Erfolg der Industriegesellschaft von morgen hängt stark davon ab, wie flexibel wir sein werden – insbesondere geistig. Grundlage für diese Flexibilität ist eine umfassende Bildung. Belastbare Kenntnisse und ein klares Urteilsvermögen gehören zusammen. Mittels einer ganzheitlichen Bildung muss es gelingen, die jungen Menschen von heute auf die Herausforderungen der künftigen Industriegesellschaft vorzubereiten. Ihnen die Befähigung zu vermitteln, das Für und Wider von Innovationen zu bewerten. Dazu gehört auch zu erkennen, dass nichts ohne Folgen bleibt; das der Gewinn in einem Bereich oftmals mit einem Verlust in einem anderen Bereich einhergeht.

Im Rahmen des Forums „Zukunft der Industriegesellschaft“ diskutierten fachkundige Gäste aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Medien miteinander, tauschten ihre Erkenntnisse aus und suchten gemeinsam nach konkreten Handlungsempfehlungen.

Diskussionsteilnehmer:

Ronald Pofalla, Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben

S.E. Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen und Persönliches Mitglied des Initiativkreises Ruhr

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE und Persönliches Mitglied des Initiativkreises Ruhr

Moderation: Ulrich Reitz, Chefredakteur der WAZ

Informationen zur RWE AG finden Sie hier.



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